Kurzportrait
Name: David Asanger
Privates: aus Pregarten, 37 Jahre alt und Single
Beruf: Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger
Klinikum: Klinikum Freistadt
Abteilung: Ortho-Trauma-Ambulanz (früher Unfallambulanz)
In der OÖG seit: 7 Jahren
Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?
Einen klassischen Tagesablauf gibt es auf der Ortho-Trauma-Ambulanz nicht. Unsere Arbeit ist sehr abwechslungsreich, jeder Tag ist anders, und es kann sich stundenweise ändern, von ruhig auf stressig.
Natürlich gibt es in der Ambulanz die eine oder andere lustige Geschichte zu erzählen. Zu den abwechslungsreichen Diensten gehören freilich die Faschingsdienste, wenn speziell zu späterer Stunde im Ambulanzbereich ein Kostüm nach dem anderen auf die Behandlung wartet.
Einmal kamen auch fünf junge Männer, die eigentlich einen Junggesellenabschied feiern wollten. Die Herren sind hinten auf einem Traktor gesessen und ausgerechnet der Bräutigam ist heruntergestürzt und hat sich ein Cut und ein blaues Auge zugezogen. Als die Braut in die Ambulanz gekommen ist, war diese natürlich nur mäßig begeistert angesichts der eine Woche später bevorstehenden Hochzeit.
Was gefällt Ihnen an Ihrer Tätigkeit am meisten?
Meine Tätigkeiten reichen vom kleinen Pflaster am Finger bis hin zu Assistenz bei Wundversorgungen und zum Gips anlegen. Für Abwechslung sorgt auch, dass man als Diplompflegekraft auf der Ambulanz auch mal in andere Bereiche gerufen wird. So kennt man fast das ganze Haus. Wir müssen öfter mal z.B. auf der Intensivstation einen Gips machen oder einen Verbandswechsel auf der Dialyse, weil man den Patienten nicht extra herumfahren will. Auch bei Nachtdiensten hilft man oft zusammen und bringt z.B. schnell jemanden auf die Station hinauf.
Gibt es ein Motto, das Sie durchs Leben begleitet?
Mir ist es ein großes Anliegen, auf Fairness zwischen den KollegInnen zu achten. Ich schaue, wo immer es geht, dass wir uns fair aufteilen, wer was macht.
Welche Botschaft möchten Sie der Bevölkerung mitgeben?
Während in der Corona-Zeit große Wertschätzung herrschte gegenüber dem Spitalspersonal und es genau überlegt wurde, ob man in eine Spitalsambulanz fährt, ist es nun wieder selbstverständlich, dass man dort untersucht und nicht weggeschickt wird. Sinnvoll wäre es aber natürlich mit nicht akuten Beschwerden zuerst zum Hausarzt zu gehen oder auch mal einfach ein wenig abzuwarten. Ich habe das Gefühl, es darf nichts mal einfach wehtun, die Leute brauchen immer gleich eine Diagnose dafür.
Aber es gibt auch Fälle, da wäre es besser, die PatientInnen würden lieber früher als später ins Krankenhaus kommen, etwa bei Tierbissen: Diese entzünden sich fast immer. Auch wenn es nur klein ausschaut, gehört das ordentlich ausgespült. Wir hatten einmal eine Frau, die in der Früh von einer Katze gebissen wurde und als sie um 7 am Abend in die Ambulanz gekommen ist, da war die Hand schon doppelt so dick.
Was verbindet Sie mit dem Klinikum bzw. der OÖ Gesundheitsholding?
Bei uns geht es recht familiär zu, sowohl im Krankenhaus generell als auch bei uns in der Ambulanz. Anders als auf den Stationen ist es so, dass in der Ambulanz immer eine Pflegekraft und ein Arzt bzw. eine Ärztin zusammenarbeiten. Wir verbringen den ganzen Tag zusammen und so ist es ein sehr freundschaftliches Verhältnis zwischen Ärzteschaft und Pflege.
Was sind Ihre Hobbys und wie verbringen Sie Ihre Freizeit?
Vor ungefähr 5 Jahren bin ich das erste Mal mit dem Mountainbike in einem Bikepark einen Trail gefahren und seitdem fahr ich, sobald ich zwei oder drei Tage am Stück frei habe, oft mit meinem Campingbus nach Schladming oder Leogang. Ausgerüstet mit Vollvisierhelm, Rückenprotektor mit Brustpanzer, gepolsterter Hose, Knieschoner, und Knöchelbandagen fahr ich dann zuerst mit dem Lift hinauf und dann auf einem der Trails den Berg hinunter. Sicherheit ist mir wichtig und mein Hobby ist für mich ein guter Ausgleich.